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Amsterdam

Amsterdam

Niederlande

Amsterdam entdecken

Amsterdam ist kleiner als du denkst. Die Innenstadt lässt sich in zwei Tagen zu Fuß erkunden. In drei Tagen hast du alle wichtigen Museen gesehen. Die vierte Nacht bleibt für das, was du spontan entdeckt hast — und das ist meistens das Beste.

Grachten und was du dabei wissen solltest

Das Grachtengürtel-Viertel aus dem 17. Jahrhundert ist tatsächlich so schön wie auf den Fotos. Herengracht, Keizersgracht, Prinsengracht — drei parallele Halbkreise, dazwischen schmale Häuser, die sich nach vorne neigen. Warum? Weil die Treppen innen zu schmal für Möbel waren. Also wurden Möbel außen hochgezogen, und damit sie nicht an der Hauswand schrammen, baute man leicht schräg. Das Haken an der Giebelmitte ist noch heute an den meisten Häusern sichtbar.

Eine Grachtenfahrt (ca. 16 Euro, eine Stunde) lohnt sich — einmal. Danach erkennst du die Stadt besser von den Brücken aus.

Museen: Was sich lohnt und was nicht

Rijksmuseum: Ja. Pflicht. Rembrandts Nachtwache live zu sehen ist ein anderes Erlebnis als im Kunstbuch. Eintrittskarte kostet 22,50 Euro, immer online buchen — die Schlange ohne Ticket ist lang.

Van Gogh Museum: Ja, aber wähle deinen Tag. Dienstags bis donnerstags ist es weniger voll als am Wochenende. 20 Euro Eintritt, Zeitfensterticket online.

Anne Frank Haus: Emotional, wichtig, und ausgebucht bis zu acht Wochen im Voraus. Wer das nicht eingeplant hat, kommt oft nicht rein. Resttickets gibt es manchmal morgens früh online — ab 9 Uhr werden täglich ein paar Plätze für den Abend freigeschaltet.

Jordaan: Das Viertel, in dem man wohnen will

Westlich der Prinsengracht liegt Jordaan — ursprünglich ein Arbeiterviertel, heute das begehrteste Wohnquartier der Stadt. Kleine Galerien, Vintage-Läden, braune Cafés (Bruine Kroeg, das sind die dunklen Holzkneipen mit Bierflecken auf den Tischen). Noordermarkt samstags: links der Bauernmarkt, rechts der Flohmarkt. Beide gut.

Zu Fuß durch Jordaan schlendern ist kostenlos und besser als jede geführte Tour.

Fahrrad oder nicht?

Alle sagen: In Amsterdam Fahrrad fahren. Stimmt, aber mit Einschränkung. Wer nicht regelmäßig Fahrrad fährt, ist auf den Radwegen ein Hindernis für die Einheimischen, die sehr schnell und sehr zielstrebig unterwegs sind. Tipp: Fahrrad mieten für ruhigere Gebiete außerhalb der Innenstadt (Vondelpark, Amstelpark), in der Altstadt lieber laufen.

Essen ohne Touristenpreise

Albert Cuyp Markt in De Pijp: täglich außer sonntags, Straße voller Stände, Stroopwafeln frisch vom Waffeleisen für 2 Euro. Haring (Matjeshering) mit Zwiebeln an einem Stand kostet 4 bis 5 Euro und ist die günstigste und echteste Mahlzeit der Stadt.

Indonesisches Essen ist in Amsterdam besonders gut — historisch bedingt durch die koloniale Vergangenheit. Rijsttafel, eine Reistisch-Kombi aus vielen kleinen indonesischen Gerichten, kostet um die 25 Euro und sättigt für zwei Mahlzeiten.

Highlights

✦ Rijksmuseum ✦ Van Gogh Museum ✦ Anne Frank Haus ✦ Grachtenfahrt ✦ Jordaan-Viertel ✦ Fahrradtouren

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Highlights

  • Rijksmuseum
  • Van Gogh Museum
  • Anne Frank Haus
  • Grachtenfahrt
  • Jordaan-Viertel
  • Fahrradtouren

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