Madeira ist ein Vulkan mitten im Atlantik, 500 km vor der marokkanischen Küste, der per Jahrhunderte eingewachsenem Bewässerungssystem (Levada) zu einem Garten gemacht wurde. Das ist buchstäblich wahr: Madeira ist das Ergebnis von mittelalterlicher Ingenieurskunst und einem feucht-warmen Atlantikklima.
Levada-Wanderwege
Das Levada-Netz ist 2.500 km lang — schmale Kanäle die Wasser von den verregneten Bergen in die trockenen Küsten leiten, und dazu ein Wandernetz durch Lorbeerwälder, Schluchten und Tunnels. Bekannteste Route: Levada das 25 Fontes (Quellenweg, 4 Stunden, moderat), Levada do Caldeirão Verde (6 Stunden, spektakulär). Einstieg meist kostenlos, Transportkosten 3 bis 8 Euro.
Cabo Girão
Die zweithöchste Meeresküste Europas (580 m senkrecht) mit einer Glasbodenplattform die über den Atlantik auskragt. Kostenlos, busverbunden. Die Weinterrassen direkt an der Steilküste, teils zugänglich per Seilbahn (4 Euro).
Funchal: Hauptstadt und Gärten
Das Alte Stadtviertel Zona Velha von Funchal: bemalte Türen als lokale Kunstinstallation, Fischlokale, Märkte. Der Botanische Garten Funchal: 7 Euro, einer der schönsten in Europa. Monte-Seilbahn (5 Euro hinauf), Toboggan-Schlitten (Korbschlitten die bergab fahren, von zwei Männern gelenkt, 30 Euro) — touristisch aber einmalig.
Madeira-Wein
Madeira-Wein ist einzigartig: durch Oxidation bei erhöhter Temperatur haltbar gemacht, manche Flaschen über 100 Jahre alt. Blandys Wine Lodge in Funchal: Besichtigung 7,50 Euro. Trockener Sercial oder süßer Malmsey — wer keinen Wein mag wird Madeira nicht verstehen.