Neapel ist laut, chaotisch, überwältigend und das Beste und Schlechteste Italiens gleichzeitig auf engstem Raum. Wer Ordnung sucht, ist falsch. Wer Intensität sucht, ist genau richtig.
Pizza: der Ursprung
Neapel hat die Pizza erfunden. Eine echte Pizza Napoletana kostet 5 bis 12 Euro und ist nichts wie das was man in Deutschland unter Pizza versteht — dünner Rand, weicher Teig, wenig Belag. L'Antica Pizzeria da Michele (seit 1870) macht nur Margherita und Marinara. Schlange davor steht immer, dauert 20 bis 40 Minuten, es ist das wert.
Pompeji: von hier aus
Pompeji ist 35 Minuten mit dem Circumvesuviana-Zug entfernt (3 Euro). 18 Euro Eintritt, planen Sie 4 bis 5 Stunden. Die versteinerten Körper und die erhaltenen Straßen sind verstörend real. Früh morgens hingehen — ab 10 Uhr wird es sehr voll und sehr heiß (im Sommer).
Nationalmuseum
Das Archäologische Nationalmuseum hat die besten Funde aus Pompeji und Herkulaneum — einschließlich des Geheimen Kabinetts mit erotischer Antike-Kunst (separat, auf Anfrage). 15 Euro, besser als Pompeji selbst für das Verständnis der Antike.
Spanische Viertel
Die Spanischen Viertel (Quartieri Spagnoli) sind das echte Neapel: Wäsche hängt zwischen Gebäuden, Mopeds fahren auf Bürgersteigen, jeder kennt jeden. Keine Sehenswürdigkeit, aber kein Stadtspaziergang sollte sie auslassen.
Realität
Neapel hat einen schlechten Ruf bezüglich Taschendiebstahl — nicht ganz unverwient. Handy nicht demonstrativ zeigen, Rucksack vorne tragen. Die Tatsache dass alle davon reden macht es zu einem überschätzten Problem, aber nicht zu keinem.