Venedig ist real und unwirklich gleichzeitig. Man kommt aus dem Bahnhof und steht vor einem Kanal statt einer Straße — und es fühlt sich trotzdem normal an nach fünf Minuten.
Was man wissen muss
Venedig hat 50.000 Einwohner und 30 Millionen Touristen pro Jahr. Früh morgens (vor 9 Uhr) oder abends (nach 19 Uhr) ist die Stadt eine andere. Im August zur Hauptzeit ist Markusplatz eine Menschenmasse. Im November oder März ist Venedig grau, kühl und fast für einen allein.
Bewegung durch die Stadt
Vaporetto (Wasserbus): Tageskarte für 25 Euro oder Einzelticket für 9,50 Euro. Die Linie 1 den Canal Grande entlang zu fahren ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit — 45 Minuten, alle Paläste an beiden Seiten.
Laufen: man braucht kein Vaporetto für die meisten Wege. Die Brücken und Gassen durchqueren ist der eigentliche Venedig-Genuss. Sich verirren ist obligatorisch.
Was man gesehen haben sollte
Markusdom: Eintritt kostenlos, Schlange vorher. Das goldene Mosaik-Innere ist spektakulär. Dogenpalast: 30 Euro, lohnt sich für die Bogensäle und die Seufzerbrücke. Rialto-Markt morgens: frischer Fisch und Gemüse für Selbstversorger, lebendig und günstig.
Murano (Glasmacher-Insel): mit dem Vaporetto 15 Minuten, Glasblaserei-Vorführungen kostenlos in vielen Läden — aber Kaufdruck ist hoch.
Essen in Venedig
Cicchetti sind die venezianischen Tapas: kleine Häppchen an Stehbars (Bacari) für 1 bis 2,50 Euro pro Stück plus 1 Euro für ein Glas Wein. So isst Venedig mittags. Günstiger als jedes Restaurant, echter als jedes Touristenlokal.