Wien ist die einzige Weltstadt die sich Zeit lässt. Das merkt man schon im ersten Kaffeehaus, wo niemand erwartet dass du deinen Tisch räumst.
Warum Wien anders ist
Anders als Paris oder London hat Wien keine überwältigende Hauptattraktion, die alle anderen überschattet. Stattdessen ist die ganze Innenstadt ein einziges Ensemble: Ringstraße, Staatsoper, Kunsthistorisches Museum, Hofburg — alles in Gehdistanz. Das Kunsthistorische Museum hat eine der besten Sammlungen Europas: 21 Euro Eintritt für Weltniveau.
Was du wirklich sehen solltest
Schönbrunn ist touristisch, aber das Schloss verdient es. Nicht die Innenräume — die Grand Tour für 32 Euro ist überteuert. Der Park ist kostenlos, das Panorama von der Gloriette auf die Stadt ist besser als jeder Aussichtsturm. Am frühen Morgen ist man fast allein dort.
Den Naschmarkt besuchen, aber früh: Ab 10 Uhr wird es voll, bis 9 Uhr kaufen dort noch echte Wiener ein. Frischer Käse, Oliven, Würstel vom Stand für unter 3 Euro.
Belvedere statt Stephansdom: Das obere Belvedere zeigt Klimts Kuss im Original. Weniger Andrang, mehr Substanz. 17 Euro Eintritt.
Kaffeehaus-Kultur ernst nehmen
Café Central, Café Hawelka, Café Schwarzenberg — das sind Institutionen. Ein Melange kostet 4 bis 5 Euro, und du darfst zwei Stunden sitzen und Zeitung lesen. Nicht hetzen.
Essen und Trinken
Wiener Schnitzel kostet im Zentrum 18 bis 28 Euro, außerhalb 12 bis 16 Euro und oft besser. Figlmüller in der Wollzeile ist touristisch aber gut. Günstige Alternative: Würstelstand um Mitternacht, Käsekrainer für 4 Euro ist Pflicht.
Wann fahren
April bis Juni und September bis Oktober. Im Dezember ist der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus wirklich schön, aber kalt. Die Staatsoper-Saison läuft September bis Juni — Stehplätze ab 3 Euro für echte Aufführungen.