Menorca ist das ruhigere Gegenstück zu Mallorca und Ibiza — kein Massentourismus, kein Ballermann, stattdessen Naturreservat-Status für die gesamte Insel. UNESCO-Biosphärenreservat seit 1993, und man merkt es.
Ciudadela: die schönere Hauptstadt
Obwohl Mahón die offizielle Hauptstadt ist, ist Ciudadela im Westen die attraktivere Stadt: enge Gassen, gotische Kathedrale, venezianisch anmutende Hafenpromenade. Der Hafen ist schmal und lang, von alten Adelspalais flankiert. Restaurants direkt am Wasser: Hauptgericht 15 bis 25 Euro, Fisch immer frisch.
Strände: das Beste der Balearen
Menorcas Südküste hat die schönsten Buchten der Balearen: Cala Macarella (türkises Wasser, weiße Klippen, Bootsverkehr), Cala en Turqueta (enger Pfad durch Pinienwald, dann plötzlich dieses Wasser), Cala Pregonda im Norden (rötlicher Sand, fast menschenleer, nur zu Fuß erreichbar). Parkplätze an bekannten Stränden sind im Juli/August oft voll um 10 Uhr morgens — früh oder spät fahren.
Vorgeschichtliche Inseln
Menorca hat die dichteste Konzentration prähistorischer Monumente des Mittelmeers: Naveta d'Es Tudons (Megalithgrab, 3.500 Jahre alt, kostenlos), Talayot-Siedlungen überall. Das megalithische Erbe der Insel ist historisch wichtiger als es bekannt ist.
Gin aus Menorca
Der britische Einfluss des 18. Jahrhunderts hat Gin auf Menorca gebracht — Xoriguer Gin aus Mahón ist das bekannteste Ergebnis. Destillerie-Besichtigung mit Verkostung: kostenlos am Hafen in Mahón.